Musik Diskographie Missa Gallica
Missa Gallica PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 26. November 2008 um 23:24 Uhr

Composition de Bernard Lallement
Grand Prix Audiovisuel de l’Europe

Chorale Franco-Allemande de Paris
Direction : Bernard Lallement

1983

Auvidis V 6724 - CD

Hörbeispiele

Kyrie
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Gloria
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Credo (crucifixus)
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Die wunderbare Welt der Missa Gallica

Seit ihrer Uraufführung im Rahmen der ersten Folklories à Cœur Joie in der Region von Brive (August 1982) wurde die Missa Gallica mehr als hundertmal aufgeführt – sowohl in Frankreich als auch im Ausland (in Deutschland, England, Belgien, Kanada, Ungarn, Italien, Wales, in der damaligen Tschechoslowakei…)

Ihrem doppelten Charakter - festlich und zugleich populär - verdankt sie die Ehre, sowohl bei vielen großen Veranstaltungen (im Dom von Reims und im Schloss von Peyrache in den Pyrenäen) als auch bei mehreren besonderen Festlichkeiten aufgeführt worden zu sein: 
- auf dem Musikfestival Printemps de Bourges
- im Jahr 1985 auf der Esplanade de la Défense anlässlich des alljährlich am 21. Juni stattfindenden Musikfestes
- vor dem Trocadero in Paris bei der Schiffstaufe von French Kiss, dem französischen Teilnehmer beim Americas Cup
- im Jahr 1986 im antiken Theater in der südfranzösischen Stadt Vaison-la-Romaine
- vor dem Tour Magne in Nîmes während des Gottesdienstes zu Ehren der Heiligen Estelle (Pfingsten 1990) in einer Fassung auf Okzitanisch.
- in Dublin und Aberystwyth bei der Celtica 1991, Höhepunkt der kulturellen Veranstaltungen, die im Rahmen der Tausendjahrfeier der irischen Hauptstadt organisiert wurden
- bei dem Festival de Cornouailles in Quimper (in einer bretonischen Fassung) 
- bei den Acadiades in New-Brunswick, dem Weltkongress der Acadiens im August 1994
im Cirque d’Hiver in Paris aus Anlass des 25. Jubiläums des deutsch-französischen Chores Paris im Jahre 1996.

Übrigens wurde die Messe oft von Chören aufgeführt, die wichtige Gründungsjubiläen feiern wollten, wobei die Messe jedes Mal ein Ereignis von großer Bedeutung in der Geschichte des Chors darstellt. Sogar Papst Johannes Paul II., dem sie vor seiner Reise nach Lyon bekannt worden war, hat sie geschätzt. Mehrmals wurde sie im Rahmen verschiedener Aktionen von Hilfsorganisationen aufgeführt: am 27. Februar 1994, bei einem Konzert zugunsten der Stiftung von Abbé Pierre in der Kirche Saint Dominique in Paris und vor kurzem zugunsten der Tsunami-Opfer aus Süd-Ostasien, in Saint Chamond und Eguisheim im Elsass. 

Die Missa Gallica ist eines der seltenen Werken, die neben klassischen und alten Instrumenten auch regionale traditionelle Musikinstrumente verwendet, wie zum Beispiel die Drehleier, das diatonische Knopfakkordeon, das Tamburin, die Einhandflöte, die Bombarde, der Biniou (bretonischer Dudelsack), das Dulcimer (kleines Zitherinstrument) und die keltische Harfe. Aus diesem pädagogischem Grund wurde die Missa Gallica von den regionalen Musikschulen und Konservatorien im Rahmen ihrer Förderungspolitik der traditionellen und regionalfranzösischen Musik ins Programm genommen. Zugleich bietet sie einen Anlass zur starken Kooperation von traditionellen und klassischen Musikern oder auch von Berufsmusikern und Amateuren. Die Vielfalt der Klangfarben, die da kühn gemischt werden, gibt ihr eine einmalige Klangfülle, wahrlich ‘’un-erhört’’ im wahrsten Sinne des Wortes. Die höchste Anerkennung für ein musikalisches Werk erhielt diese abwechselnd andächtige und jauchzende Messe dadurch, dass sie Inspirationsquelle für andere Ausdrucksformen wurde, wie zum Beispiel für ein fröhlichbuntes Gemälde eines belgischen Malers oder eine herrliche heilige Choreographie der Compagnie de Danse Populaire Française unter der Leitung von Michelle Blaise. Als Ballett für eine Messe unter dem Namen Missa Gallica Carola wurde sie in vielen religiösen Stätten von Frankreich sowohl auf dem Platz vor Notre-Dame und im Jardin des Carmes in Paris oder in Vezelay, als auch bei den bedeutenden Volksfestivals Frankreichs aufgeführt.

Schon bei ihrer ersten CD-Veröffentlichung wurde der Missa Gallica der Grand Prix Audiovisuel de l’Europe im großen Hauptrathaus von Paris verliehen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. März 2010 um 13:51 Uhr
 

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